Sonntag, 2. August 2009

Rezension: "Feigenblatt" - Wasser


Die aktuelle und 16. Ausgabe des Feigenblatt widmet sich dem Element Wasser - passend zum Sommer. Thematisiert wird weibliche Feuchtigkeit, Vor- und Nachteile verschiedener Gleitmittel, die Erotik-Filmmacherin Petra Joy klärt über Aquasex auf und Wasserwesen begleiten uns durch das gesamte Heft - illustriert in Photographien, als Thema der Bildanalyse. Auch ihre mythologischen Formen als Meerjungfrauen, Nixen, Sirenen etc. werden aufgegriffen, was mir als Fan der mythischen Sagenwelten doch sehr zusagte. Natürlich finden sich in dieser Ausgabe auch wieder ansprechend zu lesende Kurzgeschichten, die das Thema des Heftes aufgreifen.

Den Artikel über Aquasex von Petra Joy fand ich auch sehr interessant, obwohl die Vorstellung in Taucherausrüstung Sex zu haben, mir ein wenig zu exotisch ist, war es doch beeindruckend darüber und über weitere Abenteuer, die man mit dem Element Wasser erleben kann, zu lesen. Ebenfalls die Bildanalyse gefiel mir sehr gut, sowie ich die Kurzgeschichte "Segeln mit Frau Pütz" sehr unterhaltsam fand.

In Frage gestellt wird der fast schon inflationäre Gebrauch von Gleitmitteln. Sind diese wirklich unverszichtbar? Sollte es nicht ein Zeichen sein, dass frau noch nicht bereit ist, wenn es an Feuchtigkeit mangelt und man sich weiterhin anders vergnügen? In meinen Augen lohnt es sich, darüber mal nachzudenken.

Dennoch finde ich es schade, dass das Thema "Wasser" einfach nicht zu kritischen Auseinandersetzungen einläd. So gefiel es mir doch in den letzten Ausgaben des Magazins, dass es sich kritisch mit der Frage der Männlichkeit, mit erotischer Mode (Schlankheit, Intimrasur zum Beispiel) auseinander setze. Derartige Ansätze fehlen hier, was einfach auch am Thema liegt.

Alles in allem ist es ein rundes Heft zu einem relativ harmlosen Thema. Es macht Spaß es zu lesen, es ist gut geschrieben, stimmig zusammen gestellt und sein Geld wert. Ich erhoffe mir allerdings von der nächsten Ausgabe wieder mehr Diskussionsansätze und kritischere Auseinandersetzungen.

1 Kommentar:

  1. >>>>In Frage gestellt wird der fast schon inflationäre Gebrauch von Gleitmitteln. Sind diese wirklich unverszichtbar? Sollte es nicht ein Zeichen sein, dass frau noch nicht bereit ist, wenn es an Feuchtigkeit mangelt und man sich weiterhin anders vergnügen?<<<<<<<

    also das kann ich jetzt überhaupt gar nicht unterschreiben.
    bei mir ist das zb auch eine zyklus-abhängige sache. und wenn man toys im einsatz hat oder was anales vor hat, geht es mMn nicht ohne.
    aber auch für vaginale GV seh ich den gebrauch als überhaupt nichts anrüchiges im weitesten sinn^^
    ich find es vielmehr traurig, dass manche/viele hetero-männer den einsatz von gleitmittel als etwas ehrenrühriges sehen, weil es ein zeichen dafür wäre, dass sie "die frau nicht feuchtbekommen" *AUGENROLL*

    disclaimer: wenn gleitmittel benutzt wird, weil die involvierte frau *tatsächlich* (noch) "nicht bereit" ist und zwar vom kopf her, ist es natürlich blöd.

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