Donnerstag, 3. September 2009

Erregung - Unterschiede nach Geschlecht?

Persönlicher Inhalt: Dieser Artikel enthält Informationen über mein Intimleben. Wer mit derartigen Informationen nicht umgehen kann, weil er mit mir verwandt, befreundet ist, oder mich sonstwie persönlich kennt und mit meiner Sexualität nichts am Hut haben will, sollte hier nicht weiter lesen.

Wenn es tatsächlich so ist, dass es unglaublich viele Frauen gibt, die auf bestimmte pornographische Darstellungen garnicht anspringen, die für viele Männer sehrwohl lustbringend sind, so muss es doch eine unterschiedliche Auffassung über das, wass als erregend empfunden wird geben. Aber was mag diese sein?

Darüber habe ich schon manches mal mit meinem Partner geredet. Mir ist folgendes aufgefallen: Wenn ich mal außen vor lasse, dass auch ich manchmal einfach nur Druck ablassen will, so fange ich bei der Masturbation immer an, mir ein Szenario auszumalen. Oft auch während ich Pornos schaue, die ohne Handlung auskommen müssen. Ich fange dann an die Handlung in meinem Kopf auszudenken. Vielleicht ist dies auch darin begründet, dass ich auf SM stehe. Geschichten, die von Zwang und Unterwerfung erzählen sind für meinen Orgasmus unerlässlich. 

Ich brauche definitiv Handlung. Eine Story. Damit meine ich nicht, dass ein Porno oder ein Kopfkino für mich einen Verlauf, oder Dialoge benötigt, sondern einfach einen bestimmten Rahmen mit gewissen Personen, die Rollen einnehmen. Darin unterscheide ich mich von meinem Partner, dem das Ersinnen derartiger Geschichten in Verbindung mit Bildern eher fremd ist. Ihm genügt die Darstellung bestimmter Praktiken. Auf dem Bildschirm oder im Kopf. 

Ähnliches viel mir auf im Bezug auf Körper und Gesichter. Für mich ist das Gesicht das wichtigste an einer Person. Wenn mir das Gesicht nicht so zusagt, macht die Person kein anderer Körperteil für mich attraktiv, außer vielleicht ihr Charakter. Gefällt mir ihr Gesicht, so ist für mich der Rest relativ egal. Bei meinem Partner entscheidet eher die Figur über Attraktivität. Was für mich recht unverständlich ist, aber jeder wie er mag. Deswegen turnen mich Pornos, in denen mir die Gesichter der Darsteller nicht gefallen auch nicht an, während mein Partner sich in dem Fall mehr auf die knackigen Hintern der Darstellerinnen konzentriert.

Nun frage ich mich, ob diese großen Unterschiede für unsere geschlechtliche Zugehörigkeit typisch sind. Nicht, ob es diese maßgeblich mit gestaltet. Mich würde interessieren, wie dies bei Euch ist. Begleiten Handlungen und Szenarien euer Masturbationsverhalten? Und entscheidet das Gesicht maßgeblich über Attraktivität oder eher das Aussehen des Körpers?

Kommentare:

  1. Ich denke nicht, dass diese Unterschiede generell auf das Geschlecht zurückzuführen sind. Sicherlich spielt es eine gewisse Rolle, aber generell kann man - wie eigentlich immer - hier keine Regel aufstellen.
    Ich persönlich sehe es eher wie dein Partner: der Akt an sich ist für mich erregend, ohne Gesicht, ohne Story - ich schaue eher auf den Körper bzw. stelle ihn mir vor. Und im Gegensatz dazu spinne ich aber auch mal gerne die ein oder andere Phantasie. Was davon jetzt typisch männlich oder weiblich ist...ich weiß es nicht.

    AntwortenLöschen
  2. Eine Rahmenstory brauche ich nicht, ich denke eher nur an Szenen, normalerweise ohne spezifische Charaktere. Bei der körperlichen Attraktivität ist für mich aber auch fast nur das Gesicht massgebend, der Rest ist ziemlich egal. Leider gibt es so wenige Pornos mit hübschen Darstellern..deshalb mag ich Hentai(Anime-Pornos), dort haben die Männer meistens ein schönes Gesicht, auch wenn es nur gezeichnet ist:-)

    AntwortenLöschen
  3. Also, ich "leide" schon darinter, dass die meisten Pornos ohne Geschichte auskommen. Gerade eine Storyline ist doch das, was es interessant macht. Darum ist mir "Kink.com" beispielsweise zu technisch und steril. Einfach nur Praktiken reichen da nicht.

    AntwortenLöschen
  4. ich habe ehrlich gesagt noch nicht rausgefunden was mich an pornos wirklich auf touren bringt. was aber sicher mitspielt ist ein schönes gesicht, wobei es fast mehr die mimik als das gesicht selbst ist. körper macht sicherlich auch etwas aus... zumindest einzelne körperteile. handlung und story brauche ich bei nem porno nicht, ausser es ist kein porno in erster linie sondern ein film mit pornographischen elementen. die atmosphäre und das setting, auch rollen welche die darsteller einnehmen spielen auch eine rolle. wenn ich ohne porno onaniere dann brauche ich auch meine fantasie, ohne gehts zwar schon auch aber ist dann mehr arbeit als vergnügen.

    AntwortenLöschen
  5. Also ich finde eine Handlung total wichtig und bin jedesmal wieder enttäuscht bei einem Porno den ich mir geholt habe und wieder keinerlei Handlung darin vor kommt :/
    Wenn dann die Darsteller dann auch noch irgendwas an sich haben was mich nervt, und wenn es nur ein Muttermal am Poloch ist, dann ist der Film für mich gestorben. Bei einem Porno gucke ich auf alles Mögliche, da stört mich meistens so viel, weil die Schauspieler einfach mieß sind. Finde es immer wieder deprimierend. Da fehlt einfach das gewisse etwas in den Filmen. Bin vergeblich auf der suche nach etwas gutem. Aber ich stehe am meisten darauf wenn es zwei Frauen miteinader machen und später ein Mann dazu kommt ;)

    AntwortenLöschen
  6. Naja - es ist ja doch auch so das die krasse Mehrheit der Pornos auf den männlichen Konsumenten optimiert sind.

    Das männliche und weibliche Sexualität nicht unbediengt identisch funktioniert ist ja kein Geheimnis ;-)

    AntwortenLöschen
  7. @Cymaphore: eben, deshalb habe ich mir ja auch diese Frage gestellt, da ja mein männlicher Partner eben mehr auf Körper und Aktion achtet, ich mehr auf Rahmenstory und Gesichter. Aber wie es hier in den Antworten so durchscheint, ist das Muster an sich keineswegs geschlechtsabhängig.

    AntwortenLöschen
  8. Ach so, Attraktivität: ein schlanker, sportlicher Körper ist sehr schön und lenkt schon meine Blicke, aber das Gesicht ist absolut entscheidend. Die Mundwinkel, die Augen, der Gesamteindruck müssen stimmen, dann ist der Körper nicht mal so wichtig.

    Ich weiß jetzt nur nicht, ob ich dadurch weiblich denke oder Mademoiselle männlich *g* Ich vermute ersteres, weil ich auch viel lese, und das ja angeblich auch weiblich ist.

    AntwortenLöschen
  9. Mann hier.

    Für mich ist das Gesicht definitiv das wichtigste Attraktivitätsmerkmal. Aber ganz egal ist mir der Rest auch bei schönem Gesicht nicht. Zum Thema Geschichten... manchmal. Aber eher wenn ich verliebt bin, dann ist das Kopfkino. Ansonsten brauche ich zum Masturbieren eher Bilder und da ist die Geschichte nicht so relevant - kann erotisierend wirken, aber ich muß ganz ehrlich sagen, daß ich ein eher pragmatisches Verhältnis zur Masturbation habe und eigentlich keine stundenlange Autoerotik betreibe, so daß der erotisierende Faktor nicht so wirklich notwendig ist.

    AntwortenLöschen
  10. Hm interessant. Für mich ist in dem Sinne keine Story nötig, ich muss aber den Figuren der Handlung Gefühle zuschreiben können, bzw mich mit mindestens einer Figur identifizieren können.
    Bilder können nett sein, ein unbewegtes Foto bringt bei mir aber gar nichts.

    AntwortenLöschen
  11. Also mir (weiblich) geht es ganz genau so wie dir. Was du schreibst, dass du dann anfängst die Handlung in deinem Kopf auszudenken, und dass Zwang und Unterwerfung unerlässlich sind, hätte ich genau so gesagt.
    Ich mag aber aus dem Grund durchaus auch mal Bilder, da ich mir eh eine Story ausdenke. Und ohne eine solche helfen mir selbst die ästhetischsten oder geilsten Bilder und Filme nicht. Zumindest nicht, um mich weiter zu erregen.

    AntwortenLöschen
  12. Bemerkenswerterweise haben Studien ergeben, daß Frauen rein körperlich relativ unspezifisch auf die Beobachtung nahezu aller sexuellen Handlungen mit Erregung reagieren, sei es hetero- oder homosexuell, oder gar kopulierende Affen. Im Kopf kommt davon aber nicht unbedingt etwas an, die Sonde sagt "Erregung vorhanden", die betreffende Frau berichtet aber bei Befragung davon, der Porno hätte sie völlig kaltgelassen.

    Im Gegensatz dazu reagieren Männer sehr spezifisch: schwule Männer auf nackte Männerkörper, Hetero-Männer auf nackte Frauenkörper. Und der Grad der Übereinstimmung zwischen gemessener und empfundener Erregung ist auch sehr hoch.

    Nachzulesen ist das alles übrigens bei Mary Roach, "Bonk".

    AntwortenLöschen
  13. Ein Pornofilm sollte auch immer ein Porno bleiben. Wie ein Krimi ein Krimi, eine Komödie eine Komödie, ein Drama ein Drama, ein Erotikfilm ein Erotikfilm usw..
    Bitte nix zuviel mischen, sonst weiß keiner mehr was was ist und am Schluß ist eine Frau ein Mann - oder will jemand einen Mann als Frau ???
    Eigentlich blickt doch jetzt schon fast keiner mehr durch und die "Dummen" können doch so wunderbar geleitet und ausgenommen werden.

    Der Wert ist noch geblieben aber man hat geschickt den Stellenwert geändert und so ist der "Schrott" auf einmal oben gelandet an den ersten Stellen.

    Pornos sollten sich die ansehen, welche es mögen und was sie mögen, sofern sie das wissen ...

    Bitte nichts mixen, lieber eher wixen (macht eh glücklicher, wenn man es richtig kann)
    Und nicht vergessen:
    In der Not ist der Mittelweg der Tod !!!

    PS.: durch schimpfen wird nix besser, wirklich besser machen und Enttäuschung ist ein guter Weg zur Wahrheit und zum eigenen ICH ...
    TIP: www.lebensberatung-miwi.de

    Alles gute
    Michl

    AntwortenLöschen
  14. Pornos für Männer und Toys für Frauen

    Von 1000 Sextoys sind 980 für Frauen und 20 für Männer (mal im Katalog blättern, und was es alles gibt ...).

    WAS SAGT UNS DAS ???

    AntwortenLöschen