Mittwoch, 18. November 2009

JA ist JA nicht NEIN

In zwischengeschlechtlichen Beziehungen kommt es oft und gerne mal zu Kommunikationsproblemen. Das ist nichts neues. Ich möchte mit diesem Artikel gerne mein Augenmerk auf ein Problem richten, welches mir sehr am Herzen liegt. Weil es mich in gewisser Weise belastet. Es führt sehr leicht zu Missverständnissen, zu Unbefriedigtheit und wenn es eskaliert, kann man von einer Vergewaltigung sprechen.

Es geht um das Unvermögen, JA zu sagen. 

Irgendwo, ich weiß nicht mehr in welchem Abschnitt zwischen Kindheit und Erwachsensein es war, da habe auch ich hier und da gelernt, dass sich eine Frau von einem Mann erobern lässt. Und dass nichts schlampiger ist, als es dem guten Mann leicht zu machen und sich schnell auf ihn einzulassen.

Diese Masche wird wohl schon seit Jahrhunderten propagiert und ist auch immer noch nicht aus der Mode gekommen. Sie führt dazu, dass wir uns in Momenten noch zieren, in denen wir eigentlich nichts lieber hätten, als den Kopf unseres "Verführers" in unserem Schoß. Sie führt dazu, dass diese Abart, sich zu zieren regelrecht kultiviert wird. Frauen "machen auf süß", laufen künstlich rot an, schauen betreten zu boden und geben sich alles in allem mädchenhaft, kaum noch geschlechtsreif.

Ich gebe zu, ab und an kann diese Masche ganz nett sein, um ein wenig rumzuspielen - mit einem Partner, dem man längst gezeigt hat, wie viel Frau in einer steckt. Doch leider gehört dies in das Repartoire des Verführt-werdens so einiger Frauen dazu. Dazu gehört auch, den Partner abzuweisen, ihn beiseite zu schieben, nein zu sagen, dabei zu kichern, dennoch nein zu sagen, ihn wieder weg zu schieben - wobei es doch gewollt ist. Letztendlich lässt frau sich doch "erobern", konnte der Belagerung nicht mehr stand halten, sie wird genommen, ergibt sich ihrem Schicksal und erlebt eine tolle Paarung, wie sie sie doch von Anfang an wollte. 

Dieses Szenario finde ich bedenklich. Zum einen wird dem Mann hier zu viel Verantwortung zu getragen. Er muss entscheiden, ob jedes Wegschieben, jedes NEIN, zur Strategie seiner möglichen Partnerin gehört. Ob er abbricht und damit riskiert, dass es zu keinem weiteren Treffen kommt, dass er wie ein Weichei darsteht und alles falsch verstanden hat, weitermacht und damit genau den Nerv der Partnerin trifft, oder weitermacht und nicht begreift, dass es eben kein Spiel mehr ist. Was wiederum zu zwei weiteren Enden führen kann: zum einen begreift er es dann irgendwann doch und der Abend ist so oder so gelaufen. Er wird sich sehr schlecht fühlen und sie sich auch. Oder er macht weiter und es mündet in eine Vergewaltigung. 

Und letzteres führt mich auch zum zweiten Punkt. Dieses Zieren, spielt mit Signalen, die eigentlich deutlich machen sollen, dass man etwas nicht will. Es spielt mit dem NEIN, dem NEIN von dem wir gelernt haben, dass es uns aus miesen Situationen rausholt, zumindest verdeutlicht, das hier, genau jetzt eine Grenze überschritten wird. Dass das, was jetzt geschieht, wenn nicht sofort abgebrochen wird, nicht mehr ok ist. Wo soll man nun die Grenze ziehen, zwischen dem NEIN, was irgendwie doch JA heißt, und dem NEIN im Sinne des Wortes? Gerade dann, wenn man in die aktive Rolle gepresst wird?

In SM-Kreisen wird das NEIN gerne außer Kraft gesetzt, aber in den meisten Fällen wird es durch ein anderes Wort ersätzt, welches dem NEIN im klassischen Sinne gleich kommt. Es fällt nicht einfach aus, sondern wird ersetzt. Das bietet die Möglichkeit, nach Lust und Laune nein zu schreien, ja zu meinen und sich an der wunderbaren Übergehung dieses Wortes zu erfreuen. Solche Maßnahmen werden im üblichen Verführungsgebärden allerdings nicht vorgenommen. 

Zum dritten entmündigen Frauen sich selbst mit dem NEIN, statt dem JA und wachsen nicht über sich selbst, ihre unnütze Hemmschwelle hinaus. Es steckt tief drin, es ist nicht so einfach, wie es klingen mag, das weiß ich selber. Aber es ist notwendig, dass wir uns das JA rausnehmen! Wir haben ein Recht darauf, JA zu sagen, genau so, wie wir ein recht darauf haben, dass unser NEIN auch wirklich Gehör findet! Darum ist es schließlich auch so wichtig, dass wir zwischen beiden so Gegensätzen auch radikal unterscheiden. Und nicht die Symbole des einen für das andere missbrauchen. 

Wir sind keine Schlampen, weil wir Sex wollen.
Wir sind keine Schlampen, weil der Typ, den wir mit nauch Hause nehmen, diese Woche schon der dritte ist.
Wir sind keine Schlampen, weil wir gerne harten Sex haben.
Wir müssen uns unserer Lust nicht schämen.
Wir haben ein Recht darauf, unserer Lust Ausdruck zu verleihen.
Wir haben ein Recht auf richtig guten Sex. Und dazu gehört auch, dass wir dem Mann des Abends sagen, was wir wollen, was wir brauchen, was uns anmacht.
Es ist super, laut zu sein, wenn es unserem Temperament entspricht.
Es gibt keinen Grund, sich zu schämen, weil unser Körper Geräusche macht.
Wenn wir reiten, sieht der Typ unseren Bauch nicht, er achtet viel eher auf unsere schönen Brüste.
Von hinten wird er unserer Cellulitis an den Oberschenkeln keines Blickes würdigen. In dieser Stellung kommt unser Hintern besonders prächtig zur Geltung, ist gestrafft.
Es gibt also keinen Grund, das Licht auszuschalten.
Nein, es gibt wirklich nichts, wofür wir uns schämen müssten!

Warum sich also zieren? Wir haben das doch garnicht nötig!

Ich denke auch, dass es viele Männer gibt, die es begrüßen würden, wenn wir einfach sagten, was wir wollen, statt uneindeutige Signale auszusenden, für die doch im Grunde genommen niemand empathisch genug sein kann. Signale auszusenden, die im schlimmsten Fall sehr schmerzhaft enden können. 

Verantwortung für das, was geschieht, sollten alle beteiliten haben. Weswegen ich auch an die Männer plädieren möchte, ein NEIN immer als NEIN zu sehen und zu handhaben. Auch wenn es gekeucht kommt, wenn sie sich räkelt (es sei denn, es ist vorher so vereinbart: "Weißt Du, es macht mich unglaublich an, mich zu zieren und so zu tun als wenn ich das nicht wollte und mich Dir dann hinzugeben, wenn Du nur am Ball bleibst. Sollte es mir zu viel werden, rufe ich... Perwoll!"). Auch wenn man damit riskiert, bei der Frau nicht mehr landen zu können, es könnte eine Lektion sein und helfen, dass Frauen ihr Verhalten ändern und eindeutiger werden. Und dass dieser Unsinn, sich für sexuelles Empfinden zu schämen, endlich ein Ende findet. 

Kommentare:

  1. Chapeu, meine Liebe!!!

    Du sprichst mir einmal mehr aus der Seele!!!
    Egal was welchen Wunsch Mann oder Frau gerade haben: formuliert es doch einfach frei von der Leber weg. Dann ist das "Schlimmste" ein "Nein, danke!" Alles andere sorgt am Ende für weit aus mehr Kummer und Sorge...

    lieben Gruß
    Susanne

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  2. JA - der Anfang von allem.
    Das haben mittlerweile auch politische Parteien entdeckt :-)))

    http://www.youtube.com/watch?v=9Dg5g7pnUPo

    Mit einem Augenzwinkern: Peter

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  3. Genau aus diesem Grund sorge ich immer dafür, dass Frauen mich rumkriegen, und ich nicht sie. Dann kommen sie nicht drumrum, Farbe zu bekennen.

    Im übrigen gibt es dazu auch ein schönes Lied von Joy Denalane, mit der immer wieder gern zitierten Textstelle "Mein ich ja, sag ich nein"

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  4. Ich stimme Dir voll zu. Ich für meinen Teil höre sofort auf, wenn eine Frau Nein sagt. Zumindest verlangt ein Nein ein klärendes Wort und wenn das gefallen ist entscheidet sich, wie es weitergeht.

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  5. @Josef: Ist ein Nein kein klärendes Wort? ;-) Spaß bei Seite, ich verstehe, was Du meinst. Es ist sehr wichtig, drüber zu reden, wenn etwas doof gelaufen ist.

    @Schlapphut: Vielen Dank für diesen Beweis! Ja, ich persönlich versuche immer, selbst von mir aus auf den Mann zuzugehen und zu signalisieren, dass ich was will. Zugegebener Weise ist das auch nicht so einfach, weil ich doch ein wenig schüchtern bin. Aber im Endeffekt ist es doch ganz wichtig, dass man sich da ein wenig abreibt und es versucht.

    Mein Partner sagt immer, dass man als Frau auch kaum Probleme haben dürfte, was das Abgewiesen werden angeht. Doof natürlich, wenn man sich gerade den schnappt, der vergeben ist, oder so... - und dann auch noch eine ehrliche Haut ist. Was ja zu wünschen wäre!

    Aber klar, ein Korb ist nicht der Weltuntergang!

    @Susanne: Deine offene Freude freut mich total! :-)

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  6. Oh Gott, dieser Text kam ganz genau zur richtigen Zeit - nämlich während ich an einer sehr schwierigen Antwort in einer eigentlich gar nicht schwierigen Situation feile...

    Ich fürchte, meine Erziehung hat mich immer noch so fest im Griff, dass ich mehr oder weniger unbewusst in genau die beschriebenen Schemata falle - danke für den moralischen Tritt in den Hintern, ich glaube, ich weiß jetzt, was ich machen sollte :)

    Dickes Lob und viele Grüße, M.

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  7. Liebe Morjanne,

    das kann ich wirklich gut verstehen! Leider Gottes ist es kein Leichtes, sich einfach so über die Erziehung hinaus zu setzen. Es ist schlimm, wie uns Mädchen von klein auf schon solche Macken anerzogen werden, die nur ganz schwer aufgedröselt und geändert werden können.

    Ich weiß noch, wie es bei mir zu Beginn meiner derzeitigen Beziehung war, ich habe mich wirklich fast schon dafür geschämt, Lust auf Sex zu haben. Ich traute mich kaum, meinem Partner mitzuteilen, dass ich jetzt gerne Sex hätte. Zum Glück ist er was das angeht ja auch kein Kind von Traurigkeit und unsere Phasen überschnitten sich da ziemlich gut, sodass ich mich dieser Aufgabe nicht stellen brauchte. Aber irgendwann habe ich eingesehen, dass es doch wirklich nichts ist, wovor man sich schämen müsste.

    Magst Du vielleicht mal schreiben, in welchen Situationen Du dieses Verhalten bei Dir erwischst?

    Liebe Grüße

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  8. Toller Text!!!
    Auch bei mir hat es lange gedauert, bis ich aktiv JA sagen konnte ohne mich schlecht zu fühlen.

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  9. Ich schließe mich den begeisterten Kommentaren an, ich finde deinen Text klasse, er spricht mir einfach aus der Seele! Nur weil ich sexuelle Wünsche habe und diese auch deutlich kommuniziere, hat niemand das Recht mich als "Schlampe" zu bezeichnen.
    Und wer "Nein" sagt, sollte auch "Nein" meinen, es ist höchste Zeit, dass dieser "Ich muss mich von einem Mann erobern lassen." Quatsch aufhört!

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  10. Solche Texte kann es gar nicht genug geben! Volle Zustimmung!

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  11. Ich möchte gerne den begriff schlampe klären. Es gibt kulturübergreifend diese idee, dass männer für sex gefälligst arbeiten sollen. Ob diese anstrengung nun monetär ist, oder aus immateriellen dingen besteht - hauptsache er hatte es nicht zu leicht und musste 'ackern'.

    Und hier setzt der begriff der schlampe an. Es geht nicht darum, dass eine frau viel sex hat. Es geht nur darum, dass die schlampige frau es versäumt hat, für den sex einen angemessenen preis einzuforden; sie damit eine gefahr für andere frauen und das system insgesamt darstellt.

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  12. Mlle,

    ich denke, Anonym hat da auch nicht ganz unrecht.

    Was das Spielen mit dem "nein" betrifft, so denke ich, daß man Uneindeutigkeiten dann eher tolerieren kann, wenn das Kennenlernen noch im spielerischen Bereich ist. Wenn sie sich ziert, wenn er ihre Hand nehmen will, weil das für sie dazu gehört, ist das was anderes als wenn sie nein sagt, wenn er gerade dabei ist sich die Hose auszuziehen. Und andersherum. Ist ja nicht so, daß Frauen solche Grenzen nicht auch mal überschreiten.

    Ich persönlich fände es toll, wenn mehr Frauen eindeutig sagen würden was sie wollen. In Farbe und Großbuchstaben, wenn's geht. Aber andererseits - ich finde es auch irgendwie problematisch, ihnen zu erklären, daß sie es jetzt bitte schön nicht mehr toll finden sollen, wenn sie im richtigen Moment von einem Typen, dem sie gerade noch ein "nein" ins Ohr gehaucht haben, beim Küssen gegen die Wand gedrückt werden (scheint eine extrem geläufige weibliche Phantasie zu sein).

    Ich kann nur sagen, daß ich das nicht tue, weil ich mich das nicht traue, aus Angst ihre Grenzen zu überschreiten. Und dann kommt der Catch 22: Sie will ja jemanden, der weiß, wo ihre Grenzen liegen, *ohne* daß sie diese explizit kommuniziert hat. Klar ist das ein Spiel mit dem Feuer, aber es ist eben *auch* ein Test, um emphatische Männer von anderen zu unterscheiden (und von solchen, die zwar kapieren, was sie will, es ihr aber aus Angst vor einem Irrtum nicht geben können).

    Aus der Perspektive macht der Kommunikationstest nämlich auch ein wenig Sinn. Ich zum Beispiel spiele ab und an so was mit einer Bekannten, und ich glaube es ist wirklich ein Test. Wir halten Händchen und sie sagt, sie würde nie den ersten Schritt machen und da ich das ja nicht tue, wäre ich offenbar nicht an ihr interessiert. Also küsse ich sie, aber sie entzieht sich. Dann entschuldigt sie sich. Ich sage ihr, wenn sie es sich anders überlegt habe, sei jetzt sie dran. Sie sagt, sie mache nie den ersten Schritt. Dann sagt sie, sie würde gerne Knutschen statt reden... und küsst mich. Auf die Wange. Und geht. Offenbar kann sie nicht einfach sagen "Küss mich, Du schläfst heute Nacht bei mir". Offenbar gehört das hin und her zu ihrem Verständnis von Vorspiel und dient als eine Art sexueller Kompatibilitätstest - kenne ich *ihre* Regeln? Spielen wir das gleiche Spiel? Kann ich ihr geben, wonach sie sucht?

    Sie sucht offenbar jemanden, der ihre scheinbare Unentschlossenheit mit Bestimmtheit ignoriert und Kontrolle demonstriert. Das bin ich nicht. Ich kann so tun als ob, bis zu einem gewissen Punkt, aber letztlich brauche ich eine Frau, die dann schon sagt, was sie will und mich nicht rätseln läßt.

    Will sagen: Für jeden Topf einen Deckel. Diese Spieltaktik wird ihr vermutlich bei den Männern, die sie sucht, mehr Erfolg bringen als bei anderen. Daß es mit uns beiden (bisher) nichts geworden ist, macht aus der Perspektive wirklich Sinn.

    Abgesehen von potentiell gefährlichen Mißverständnissen liegt das Problem darin, daß es sich die wenigsten Männer leisten können, nicht nach den klassischen weiblichen Regeln zu spielen. Als ich das letzte Mal mit der oben erwähnten "Spielkameradin" weg war, kamen ständig andere Frauen zu uns und haben mit mir geflirtet. So konnte ihr Spiel natürlich nicht funktionieren und sie hat es sein gelassen - aber zu mehr Eindeutigkeit konnte sie sich noch nicht durchringen. Aber das ist halt eine eher ungewöhnliche Situation.

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  13. ausgezeichneter artikel!
    ich find es wichtig, *beide* in die pflicht zu nehmen und nicht immer nur zu erwarten, dass allein der männliche part sich jetzt doch bitte mal angemessen zu benehmen hat - das reproduziert doch nur das bild des armen unmündigen, passiven kleinmädchens. (auch zb beim thema sexuell befriedigt werden sehr häufig anzutreffen)

    aber: "Wenn wir reiten, sieht der Typ unseren Bauch nicht" - hää? wieso denn nicht?^^ dem muss ich aus gegebenem anlass widersprechen! (bzw das eine schließt das andere doch nciht aus :) )

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  14. Mademoiselle,

    Ich finde es sehr schön wie das Thema von Dir aufgegriffen worden ist und kann Dir nur zustimmen. Ich persönlich komme als Mann mit der "Nein ist Ja" Situation ganz und garnicht klar und brauche klare Worte von der Frau. Ich will wissen ob sie es will oder nicht und keine stundenlange, psychologische Kriegsspiele.

    Ich sehe die von Dir angesprochene Gefahr ebenfalls und glaube auch, dass dort ein gewisses Gefahrenpotential verborgen ist.

    Weiter so :)

    GiM

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  15. Bin stolz auf Dich, weil du so kluge Texte schreibst!

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  16. Liebe Mademoiselle Nocturne

    Mit Begeisterung lese ich die Zeilen und finde mich wieder, allerdings nicht in der (Pardon) "verzogenen" Form sondern als genau die Frau, die JA sagt. Ich gebe diesem Artikel das Prädikat "Empfehlenswert" und würde gerne darauf verweisen, ok?

    Herzliche Grüße,
    die liebe Susanne

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  17. Gerade eben bin ich zufällig wieder hier gelandet, und habe jetzt erst deine Antwort auf meinen Kommentar gelesen - in diesem konkreten Fall ging es mir so, dass mir von jemandem direkt vorgeworfen wurde, zu selten meine Bedürfnisse zu äußern. Im Nachhinein finde ich es selbst albern, mich dafür zu schämen, was ich will, denn jetzt haben wir im Prinzip herausgefunden, dass wir ganz hervorragend zusammenpassen ;)

    Und lieber iLL.One - verdammt, sie hatte uns fast so weit, dass wir selbst daran glauben ;)

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  18. @Susanne: Dein Lob freut mich sehr! Klar kannst Du auf den Artikel verweisen, sag mir dann doch nur bitte nochmal bescheid, wenn Dus gemacht hast. :-)

    @iLL.One: Es ging einfach darum, dass ich z.B. das Problem hatte zu denken, dass mein Typ sich auf meinen Bauch fixiert, wenn ich ihn reite, weil er ja dann doch relativ auf Gesichtshöhe ist und ich mich deswegen etwas gehemmt gezeigt habe, in dieser Stellung. Dann habe ich mit ihm gesprochen und er sagte dem wäre nicht so, er hätte da viel eher einen Blick für meine Brüste übrig. Was mich doch sehr beruhigte. ;-)

    @Anonym1: Da hast Du in gewisser Weise recht, aber sollte man sich nicht langsam von dem Gedanken trennen, dass Männer investieren "müssen" und Frauen einen gewissen Preis einfordern "müssen". Wenn ich Lust auf einen Mann habe, ihm das vermittel und er Gegeninteresse bekundet, verkaufe ich mich unter Preis? Traditionell gesehen natürlich schon, aber ich denke, das sollte mir nicht meine Lust verderben!

    @JJ: Was Du schreibst ist schon schwierig. Und ja, dann braucht Deine Freundin einen anderen Typ mann oder sollte umdenken. Und Du brauchst dieses Spiel mit Sicherheit nicht spielen, erst recht nicht, wenn es Dir doch zuwider ist! Klar, es wird immer Kerle geben, die es ausnutzen, sodass es vielleicht auch schwieriger wird, solche Frauen zum Umdenken zu annimieren. Aber trotzdem, man sollte es versuchen, denke ich. Denn es wird Frauen geben, die eindeutiger sind, zumindest Nein nicht sagen, wenn sie ja meinen.

    Den ersten Schritt zu tun, finde ich schon schwierig, gerade wenn es eben darum geht, nicht als "Schlampe" rüber zu kommen. Aber positiv reagieren ist dann doch wieder eine etwas andere Nummer, die nicht so eine große Hürde darstellt.

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  19. ich meinte ja nur, weil bäuche mM eine potentiell sehr sexy angelgenheit sind^^
    (bin btw eine liebE @morjanne *g* aber wen meinst du mit "sie" und woran glauben? *auf dem schlauch*)

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  20. Mit "sie" meinte ich die Autorin :)
    Ich wollte leiglich sagen, dass sie uns (oder dann wohl eher mich) schon fast soweit hatte, zu glauben, dass keiner auf unseren Bauch sieht...
    Und entschuldige bitte die Verwechslung :)

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  21. Es drückt genau das aus was ich schon immer denke ... danke für diesen Blog.

    Gruß
    Wortwahnsinn

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  22. Ich finde den Artikel auch sehr aus dem Leben gegriffen. Immer wieder begegnen mir Männer, die erfreut fest stellen, das ich sage was ich will. Das ich über Sex rede wie es mir passt. Ist es nicht schrecklich, dass es so ist, dass es als etwas besonderes empfunden wird, wenn man normal mit einem Thema umgeht, was eigentlich das normalste der Welt sein sollte?
    Also Danke für diesen Post!

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