Samstag, 14. Juli 2012

"Shades of Grey" - Das Experiment, Teil I

Ich habe mich hinreißen lassen. Heute morgen, verkatert, unausgeschlafen, hungrig kaufte ich es mir, gleich nach dem überteuerten Brötchen. "50 Shades of Grey". Das Buch, was grad für so viel Gespräch sorgt. Ich mag sowas ja nicht. Aber nun gut, ich will auf dem Stand bleiben. Ich will am Puls der Zeit bleiben. Sehen was bewegt, lesen, was so aufwühlt. 

Lange Zugfahrt, ich bin bei Kapitel 5 angelangt. Dieses mal mag ich auf eine lange Rezension verzichten und statt dessen, immer mal zwischendurch Kommentare abgeben, Einschätzungen, Überlegungen, Empfehlungen und Gefühlsregungen.

Erstes Zwischenfazit


- Ich fühle mich schwer an Bella und Edward aus Twighlight erinnert. 
Christian Grey: Absolut charismatisch, gut aussehend, selbstsicher, eloquent, wohlhabend, souverän, kontrollsüchtig, geheimnisvoll. Nur die (nervige) Melancholie fehlt. Aber auch er macht Anastasia schnell deutlich, dass er gefährlich und nicht der richtige für sie ist. 
Anastasia Steele: durchschnittlich, graues Mäuschen, tollpatschig, nervös, unsicher, findet sich nicht so schön wie andere, aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, aber immerhin auch intelligent. Natürlich ist sie davon überzeugt, dass er niemals was von ihr wollen würde.

- Da ich mit Romanen, wie der Highlander-Schnulze von Diana Gabaldon erwachsen geworden bin, muss ich leider feststellen, dass ich gegen solche Bücher nicht immun bin, sondern mir das Lesen sogar Spaß macht. (Pfui!) 

- Ich werde meine Bedürfnisse dahinter, das was mich anspricht allerdings gerne für Euch (und für mich) weiter unter die Lupe nehmen. ;-)

- Im Gegensatz zu Twighlight soll es in "50 Shades of Grey" mehr Sex geben. Das find ich gut. Darauf freue ich mich, vielleicht tröstet der Sex ja über das schnulzige Anschmachten hinweg. 

- Ich versuche mir beim Lesen, wenn Ana(stasia) wieder einmal rot wird, weil Mr. Grey sie angesprochen oder angesehen hat, vorzustellen, ich sein eine reiche, gutaussehende Frau Ende zwanzig und auf mich würde ein süßer, schüchterner Mann Anfang zwanzig so reagieren. Mit Rotwerden und Stammeln. Ach... ach... das wär doch toll!

Die Mädchenmannschaft hat auch etwas zu "50 Shades of Grey" geschrieben. Die Einstellung finde ich nachvollziehbar

Kommentare:

  1. Ich erwarte mir nicht zu viel, werde es aber lesen. Ich gebe es zu: mit anspruchsarmer, erotischer Belletristik kann man mich gelegentlich ködern.

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  2. Ja, also immerhin ist es sehr flüssig und stilistisch ok geschrieben. Liest sich alles andere als schleppend. Allerdings eben ziemliches Geschmachte und ganz schön kitschig. Doch da sind wir ja nun mal auch nicht alle immun gegen. ;-)

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