Mittwoch, 2. Januar 2013

Pillenfrei

Eher durch ein Missgeschick als bewusst, habe ich vor fast einem Monat die Pille abgesetzt. Nach einer Party hatte ich meine Tasche samt Pille das ganze Wochenende nicht zur Verfügung und so war der Schutz futsch und ich dachte mir, es könne auch nicht schaden, wenn es schon mal so weit gekommen ist, die restliche Packung auszusetzen. 

Ich bin vorher nie auf die Idee, auf den Gedanken gekommen, bewusst die Pille abzusetzen. Eher im Gegenteil: Die Panik, die mich im steten Rhythmus von drei oder sechs Monaten heimsuchte, wenn mir bewusst wurde, dass mein Vorrat am Verhütungsmittel sich dem Ende neigte und ich noch keinen Termin bei der Ärztin hatte. Die Stunden, die die Beschaffung von Termin, Rezept, Pille kaufen, mich gekostet haben. All das habe ich immer wieder gerne auf mich genommen. Und immer war ich begleitet von der Angst, ich könnte die Frist verpassen. Geschweige denn von den vielen Malen, die ich einen Zug verpasst habe, weil mir zu spät eingefallen war, dass ich noch die Pille einpacken muss und gerade das Portemonnaie in der anderen Tasche vergessen hatte.

Dieses eine Mal, in den acht Jahren, die ich die Pille mittlerweile nehme, oder auch nicht mehr nehme, habe ich die Frist tatsächlich verpasst - oder so ähnlich.

Und zum ersten Mal wird mir bewusst, dass ich die Pille seit acht Jahren nehme. 

Dass ich meinen Körper als sexuellen Körper nur mit der Pille kenne. Genau, die Verschreibung der Pille begann mit meiner "sexuellen Biographie". Ich war stolz darauf, 16 zu sein, und sie mir verschreiben lassen zu können, ohne meine Eltern damit behelligen zu müssen. Ich fand: Die Pille macht mich erwachsen.

Zum ersten Mal wird mir bewusst, dass ich es gar nicht mehr kenne, von meiner Periode überrascht zu werden, tatsächlich eine ECHTE Periode zu haben. Ich freue mich über meine Menstruation, sie war mir so fremd geworden, so berechenbar, immer gleich, schwach, ich spare mir mal die weiteren Details.

Mir wird auch bewusst, dass all die sexuellen Empfindungen, die ich die letzten acht Jahre, und damit seit dem Beginn des Sexes für mich überhaupt, empfunden habe, immer auch durch die von der Pille ausgeschütteten Hormone begleitet waren. Es ist ja schon so, dass die Pille das sexuelle Empfinden beeinflussen kann. Ich finde es so spannend, zu überprüfen, ob ich tatsächlich einen Unterschied feststelle. Möglicher Weise habe ich ja die letzten acht Jahre etwas verpasst!

brigitte.de steht dem Absetzen der Pille eher kritisch gegenüber: "Wer die Pille absetzt, mutet seinem Körper Veränderungen zu, an die der sich erst mal gewöhnen muss." brigitte.de 

Und wer die Pille nimmt, tut das nicht?

Ich habe tatsächlich den Eindruck, dass das Nehmen der Pille eine Art Normalzustand ist, für sexuell mehr oder minder aktive Frauen im gebärfähigen Alter. Das habe ich bis vor gut 3 Wochen ja auch so gesehen. Ich fand es immer eigenartig, dass es tatsächlich Frauen gibt, die sich dem Risiko aussetzen, "nur" mit Kondom zu verhüten, als sei das schon verantwortungslos. 

Verantwortungslos finde ich gerade eher den Automatismus, mit dem zur Pille gegriffen wird. Oftmals sind die Begleiterscheinungen ja ganz positiv, wenn zum Beispiel neben der verhütenden Funktion auch noch die Haut gereinigt wird. Doch genau so kann auch das sexuelle Empfinden vermindert werden, Anfälligkeit für Depressionen kann ein Problem darstellen - von der Gewichtszunahme durch die Pille kann ich selbst ein Liedchen singen. 

Ich muss gerade in diesem Zusammenhang an Foucault denken. In "Der Wille zum Wissen, Sexualität und Wahrheit 1" schreibt dieser darüber, wie sich in Bezug auf Bevölkerungspolitik und Geburtenkontrolle Mechanismen der Macht entfalten, die sich eben auf gesellschaftlicher Ebene vollziehen. Wie im Rahmen der "Hysterisierung der Frau" im 19. Jahrhundert damit begonnen wird, den Körper und die Sexualität der Frauen der medizinischen Obhut zu übergeben, da den Frauen die zentrale Rolle der Sorge für Kinder, Familie und das "Heil der Gesellschaft" zu fällt. (Vgl. Foucault, 1986:141)
Heutzutage beginnt die Frauwerdung oftmals mit einem Gang zum Arzt. Wenn nämlich ein Mädchen seine Periode bekommt, muss nachgesehen werden, ob auch alles in Ordnung ist bei ihr. Und damit beginnen die lebensbegleitenden Kontrollbesuche beim Frauenarzt. Und sobald der erste Freund und der erste Sex sich anbahnen, steht auch schon die Pille auf dem Rezeptbogen. Manchmal sogar noch früher, zur Vorsorge. Oder eben gegen Pickel.

Eigentlich wollte ich mit der Pille zu Beginn der nächsten Periode wieder einsteigen. Aber jetzt wo es soweit ist, habe ich da eigentlich noch gar keine Lust drauf, sondern fände es wesentlich angenehmer weiter zu entdecken, was mein Körper eben ohne Pille macht. Und ich habe sogar gehört, dass es Menschen gegeben hat, die Schwangerschaften erfolgreich mit Kondomen verhinderten...

Kommentare:

  1. Mal wieder eine wirklich gute Beobachtung!
    Ich persönlich war lange Zeit eine Anhängerin der hormonellen Messung(ich nenne hier mal keine Firma) mit Teststäbchen, um meine unfruchtbaren Phasen festzustellen.
    Das war mir dann aber doch zu einschränkend, da ich immer auf die Grünphasen warten musste, um sicheren Sex haben zu können und das ständige Messen und Nachschub an Stäbchen kaufen war auch irgendwie sehr mühselig.
    Eigentlich ärgert es mich, dass in unserer Gesellschaft immer noch sehr gerne vorausgesetzt wird, dass die Frau für die Verhütung zuständig sein soll und die hormonelle Belastung durch die Pille ist schliesslich auch nicht ohne.
    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob sich bei dir nach der Absetzung Veränderungen zeigen.
    Die effektivste Verhütungsmethode ist wahrscheinlich die Sterilisation,die in einer festen Partnerschaft auch durchaus eine Überlegung wert sein sollte, aber man kann schlecht alle Männer dazu überreden...;)
    Wenn Männer auch schwanger werden könnten, dann sähe die ganze Sache vielleicht vollkommen anders aus...

    Lieben Gruss,

    Belinda

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  2. Finde ich spannend. Über einen Berichten in ein paar Monaten wäre ich froh :)

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  3. Ich mag diesen Artikel von dir.
    Warum?
    Weil ich absolut kein Freund der Pille bin und (glücklicherweise) früh genug (nämlich vor 10 Jahren) die Bremse gezogen habe. Mir wurde die Pille verschrieben aufgrund der unregelmässigen Periode, die nunmal in der Pubertät ganz normal ist. Und natürlich gegen die Pickel - geholfen hats freilich nix.

    Was ich feststellte, nachdem ich die Pille einige Jahre später wieder absetzte:
    Mein Geruchssinn wurde plötzlich besser.
    Mein Beuteschema veränderte sich.
    Ich konnte Menschen, die ich "unter der Pille stehend" noch attraktiv fand, sexuell plötzlich nichts mehr abgewinnen.
    Ich stellte fest, dass ich genau spürte, wann mein Eisprung und wann meine Periode kam. Und zwar - nach der Zeit der Umstellung meines Körpers - mitunter auf die Minute genau. Um meinen Eisprung war (und bin) ich rollig hoch zehn, da kann ich nie genug Sex bekommen.

    Wenn man lernt, seinen Körper zu lesen, funktioniert das ganz gut - mit der Periode und dem Eisprung. Klar, eine sichere Verhütungsmethode ist das nicht, aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, meinen Körper nicht mehr mit Hormonen zu verhunzen.

    @Belinda
    Stimmt, die effektivste Verhütungsmethode ist tatsächlich die Sterilisation. Allerdings auch umstritten - bei Männern wie bei Frauen kann der Eingriff psychische Probleme verursachen. Auch die Wechseljahre können verfrüht einsetzen.

    Es gibt allerdings auch andere, sehr sichere mechanische Verhütungsmittel.

    Gratuliere dir zu diesem - gut überlegten, kritischen Beitrag. Denn genau dieselben Überlegungen hatte ich auch vor 10 Jahren. Und dennoch ein erfülltes Sexualleben - auch ohne hormonelle Verhütungsmittel.

    Liebe Grüsse
    Nala

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    1. Also ehrlich gesagt hab ich noch nie die Pille genommen. Dank Bravo und ihrer Aufklärung in meiner Jugendzeit wusste ich genug über fruchtbare und unfruchtbare Tage,benutze Kondome(auch wenn sich die Möglichkeit leider.nicht allzuoft bietet.) meine Periode kommt trotz 'ohne pille' extrem pünktlich,zwar nur alle 30 Tage,aber damit lässt sich ja leben. Die Sache mit dem Eisprung ist auch total klar,ich kann genau merken wann er ist,bin dann ebenfalls sehr 'rollig' und auch am Tag vor meiner Periode.also für mich gibt es keine logische Notwendigkeit meinem Körper eine Hormonüberdosis zuzumuten

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  4. Aloha!
    ich finde super, dass du diese allgemeingültige Regel (haha.. mD), dass Frau* die Pille nehmen "muss" infrage stellst und auch für dich selber die Konsequenzen ziehst. Gerade diejenigen, die bereits mit 15 oder 16 Jahren damit anfangen, wissen meist überhaupt nicht (mehr?), wie ihr Körper ohne Hormone funktioniert. Allerdings sollte dabei nie außer Acht gelassen werden, dass die Pille nicht nur als Verhütungsmittel genutzt wird. Ich habe mich jahrelang dagegen gesträubt, die Pille zu nehmen, aber letztenendes habe ich sie mir mit 21 doch geholt, weil meine Menstruationsschmerzen mich jedes Mal für 2 Wochen komplett außer Gefecht gesetzt haben (ich hatte meine Menstruation vor Einnahme der Pille etwa alle 6-8 Wochen und dann ca. 2 Wochen lang mit ununterbrochenen Schmerzen). Des weiteren hat die Pille bei mir sehr gut angeschlagen, ich hatte keinerlei Nebenwirkungen, sondern sogar ein weitaus besseres Körpergefühl als vor der Einnahme. Deswegen würde ich nicht sagen, dass die Pille generell die "natürliche" Menstruation negativ verändert, mir hilft sie sehr.
    Liebe Grüße,
    Janne.

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  5. Was mich eher stört als die Tatsache, den Körper ständig unter den Einfluss von Hormonen zu setzen ist dass viele Männer die Pille als Ausrede nehmen, nicht mit Kondom verhüten zu müssen. Nur weil das bequemer für sie ist - und dass die Frau dann ständig an ihrem Hormonhaushalt herumpfuscht, ist nebensächlich, schließlich müssen sie die Pille ja nicht nehmen. Es gibt tatsächlich einige Männer, die sagen, sie würden sofort die Pille für den Mann nehmen, wenn es sie gäbe - müssen sie aber nicht, weil es die einfach nicht gibt und nie geben wird (es wurde mal eine ausgetestet, die hervorragend funktioniert hat - aber die würde ja den ganzen Markt an Verhütungsmitteln durcheinander bringen).

    Es ist schon nicht ohne, was man seinem Körper so antut und es wird sicherlich ein spannendes Experiment, mal eine Zeit lang die Pille nicht zu nehmen. Letztendlich hat sie aber doch große Vorteile, sonst wäre sie nicht so erfolgreich geworden.

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  6. Ich habe die Pille nie als Verhütungsmittel, sondern direkt von Beginn an (mit 14) als Mittel gegen "Regelbeschwerden" bekommen. Irgendwann wollte ich mich einfach mal ohne Pille kennenlernen.
    Als ich damals die Pille abgesetzt habe, habe ich zusätztlich Temperatur gemessen und Schleim untersucht. Das hat das Entdecken meines Körpers noch spannender gemacht und ich kann es nur empfehlen. Leider hat meine Endometriose mich dann wieder so im Griff gehabt, dass ich doch wieder zurück zur Pille bin. Ohne ist für mich kein Alltag denkbar. Aber ich nehme sie als starkes Medikament. Ich selbst habe zudem spanndenderweise mit Pille weniger Depressionen. Aber das ist ja auch wieder ein Zeichen dafür, wie stark diese Hormone in den Körper eingreifen.
    Ich finde es auch erschreckend, wie selten und wie wenig der Eingriff dieser ganzen Hormone auf die Umwelt thematisiert wird. Sollte eigentlich viel präsenter sein.
    Danke dir für diesen Beitrag!

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  7. Um die eigenen Nerven im Fall eines Missgeschicks mit einem Kondom nicht stärker als ohnehin schon zu belasten, lohnt sich bei Gelegenheit vom Ruhrgebiet ein kleiner Abstecher nach Belgien. Da gibt es prima Pralinen, Fritten und eben die Pille danach ohne Rezept in der Apotheke für den Medizinschrank.
    Kostet 9,85 Euro, hat eine Packungsbeilage auf Flämisch, Französisch und Deutsch, hält sich zwei Jahre und du sparst dir den zusätzlichen Stress durch Rennerei, dumme Sprüche, Zuzahlungen und Spätzuschäge von deutschen Ärzt_innen und Apotheker_innen.

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    1. ...und wer nicht nahe an Belgien lebt, kann auch nach Österreich fahren ;) (Bei uns sind leider schon 2mal Kondome an den fruchtbaren Tagen hopps gegangen)

      Ich lebe auch gut ohne Pille. Ich musste sie nur einmal zum Stoppen einer Blutung nehmen und kann mich so oder so nicht damit anfreunden Hormone zu schlucken, die ich nicht brauche. Denn mein Hormonhaushalt ist ja an sich ok. Aber ich verstehe auch, dass es genug Frauen gibt, die sich damit sicherer fühlen!
      Ich selbst habe solange die Frauenärztin gewechselt, bis ich endlich eine hatte die mich nicht maßregelt, weil ich die Pille nicht will. Da wurde ich selbst mit 20 noch behandelt als ob ich dämlich wäre und "was ich mich so anstelle" etc.. Ein paar Jahre später habe ich endlich die Ärztin, die einfach akzeptiert, wie ich mit Verhütung umgehe.

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  8. Daumen hoch :-) Das Thema hatten wir ja neulich. Bei uns werden die Pläne für NFP immer deutlicher, ich werde dich an den positven und negativen Dingen gern teilhaben lassen.

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  9. Ich als Mann bin auch ein Gegner der hormonellen Verhütung. Ich würde keine Pille nehmen, und ich empfehle sie auch niemandem, würde nie von einer Frau verlangen, dass sie die Pille bitte nimmt, weil irgend etwas damit praktischer wäre.

    Auch ich habe es erlebt, dass die Frau ohne Pille plötz eine ganz andere Frau wurde, die statt auf mich plötzlich auf meinen besten Freund stand, von dem sie vorher nichts wissen wollte. :)

    Aber immer wieder muss ich mir anhören, wie doof doch das Kondom ist, wie unpraktisch, störend, und vor allem unsicher. Ich kenne nur eine einzige Frau, die mit einer Spirale (ohne Hormone, so ein neumodisches Kupferding) verhütet. Alle anderen verwenden dann doch wieder die Pille, oder die gleichen Hormone in anderer Darbietungsform. Nur auf Kondom verlässt sich in meinem Bekanntenkreis niemand.

    Und dass alle diese Frauen Hormone nehmen, weil das Leben sonst nicht erträglich ist, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Es ist mehr, wie in diesem Artikel und den anderen Kommentaren anklingt, ein Modeprodukt geworden. Wer hat die Pille in der Pubertät nicht verschrieben bekommen? Wie viele nehmen sie seit dem pausenlos?

    Der Hinweis auf die belgische Pille danach freut mich. Meine Freundin hat eine aus Spanien im Schrank, für den Fall, dass man sie mal braucht, weil das Kondom versagt. An die Belgische kommen wir aber viel leichter dran. Und die Pille danach in Deutschland kaufen müssen will wohl wirklich niemand. Allerdings haben wir trotz über 200 benutzten Kondomen noch nie eine Pille für danach gebraucht!

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  10. Hm, das ist echt interessant - ich habe das mit der Pille selbst nie als Druck wahrgenommen. Habe mit ca. 17 angefangen die Pille zu nehmen und über die Jahre verschiedene Modelle und auch längere Phasen ohne Pille ausprobiert.

    Mittlerweile bin ich für mich persönlich zu dem Schluss gekommen, dass meine sehr häufige (alle 3 Wochen), sehr blutige und schmerzhafte Periode nicht unbedingt der Hit ist und nehme die Pille einfach ohne Pausen durch. Da meine Libido sowieso am ehesten durch psychische Dinge gestört wird, merke ich da keinen großen Unterschied. Auch wenn das sonst eher von Männern kommt: Kondome fühlen sich für mich furchtbar an, bereiten mir gerade bei häufigerem Sex schnell starke Schmerzen und führen innerhalb kürzester Zeit dazu, dass ich trotz Libido keinen Sex mehr will.

    Ob das nun "natürlich" ist oder "nicht natürlich" - ich würde sagen, das Entscheidende ist, selbst auszuprobieren und die Verhütungsmethode zu wählen mit der wir selbst am besten klarkommen. Dafür ist es aber wichtig, mehr darüber zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen.

    Denn wenn sich Frauen unter Druck gesetzt fühlen die Pille zu nehmen oder gar als naiv/unvorsichtig hingestellt werden, weil sie lieber Kondome (oder was auch immer) verwenden, dann muss sich da noch was ändern!

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  11. Ich hab die Pille auch relativ früh verschrieben bekommen, nachdem ich mit Verdacht auf Blinddarm erstmal im Krankenhaus gelandet bin. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt, allerdings konnte festgestellt werden, dass die Schmerzen daher kommen dass ich zu Zysten (Blutstauungen) neige.
    Trotzdem hatte ich schon recht früh angefangen unregelmäßig Pausen von der Pille zu nehmen um mein Körpergefühl nicht zu verlieren.
    Ich merke tatsächlich keine Änderung. Ob ich die Pille nahm oder nicht ich hatte schon immer eine recht kurze Blutungsphase. Ab- bzw. zugenommen hab ich eher durch mein Essverhalten als durch die Pille. Depressionen hab ich keine und wenn sporadisch mal eine kommt, dann ist es unabhängig von der Pille. Und ich kann mich über mein Sexualtrieb auch nicht beschweren; mit oder ohne Pille. Da mein Sexualleben eher spät begann (Die Pille nahm ich da schon 2 Jahre lang) betrachte ich die Pille nicht wirklich als einziges Verhütungsmittel. Bei mir sorgt sie wirklich nur dafür, dass meine Periode auch kommt bzw. das Blut abfließt.

    Kondome. Hallo ?! Also, für mich sind Kondome nicht NUR zur Verhütung da. Sie schützen auch vor vielen Geschlechtskrankheiten!!! Ich hab obwohl, ich die Pille nahm IMMER auch irgendwo Kondome, sonst gibt's dann auch kein Sex. Das tue ich immer, auch obwohl ich in einer festen Beziehung bin.

    Um Kinder zu zeugen braucht man zwei, also können auch beide zur gleichen Zeit für die Verhütung sorgen!

    Danke für diesen Beitrag.

    Liebe Grüße
    Elidea

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  12. ich bin 16 und finde es wahnsinnig schwer sie nicht zu nehemen...es ist wirklich die norm aber ich möchte es einfach nicht was eventuelle sexualpartner mitunter verschreckt und von anderen mädels* kritisch herablassend beäugt wird. es nervt.

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  13. ich bin auch sechzehn und (glücklicherweise? : DD) habe ich nur was mit anderen frauen/mädchen <3
    allerdings nehmen auch bei mir alle meine freundinnen die pille bzw die meisten.. und mein hausarzt ist einfach, ohne mich zu fragen, davon ausgegangen, dass ich sie nehme! als 16jährige!

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  14. Ich finde auch schlimm, dass man kaum Alternativen geboten bekommt. Als ich die Pille absetzen wollte, bin ich zur Frauenärztin und fragte, was es so geben würde (nicht, dass ich das nicht eh schon gewusst hätte, aber man kann ja mal fragen) und sie meinte: Ja, außer Kondomen gibt es da nichts. Spirale würde sie nicht empfehlen, weil noch nicht geboren und Kupferkette war ihr auch eher suspekt.

    Ich hab jetzt anderthalb Jahre Kupferkette und es ist viel besser geworden. Unter der Pille hatte ich ständig Blasenentzündungen (was durch das Antibiotikum dann zu ständigen Pilzerkrankungen führte), die sind seitdem weg. Allein dafür lohnt es sich.
    Zur Zyklus-Beobachtung nutz ich ein wenig NFP, wäre allerdings nicht dauerhaft was für mich, weil man da ja schon ein Kondom nehmen muss.

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  15. Mal wieder ein interessanter Beitrag von Dir!

    Ich habe auch schon oft wegen der negativen Seiten der Pille (Einfluss der Hormone auf den Körper, der Akt der Unterwerfung des eigenen Körpers, die Frau trägt die Verantwortung für die Verhütung etc.) darüber nachgedacht damit aufzuhören. Bisher hat mich die Bequemlichkeit davon abgehalten und auch die scheinbare Alternativlosigkeit.

    Ich muss zugeben mir geht es ähnlich - eigentlich erschreckend - ich kenne meinen Körper als Frau nur unter der Pille.
    Ich bin sehr gespannt auf Deinen Erfahrungsbericht!

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  16. Interessanter Post. =)
    Diese Selbstverständlichkeit, mit der alle davon ausgehen, dass Frau die Pille nimmt, finde ich auch sehr anstrengend.

    Ich habe mich - als das Thema Verhütung irgendwann relevant wurde - bewusst gegen die Pille entschieden und bin immer noch sehr froh über diese Entscheidung.

    Meine Alternative war auch die NFP (genauer: Die Sympto-thermale Methode) mit Kondomen in der fruchtbaren Zeit. Der Aufwand war nicht sehr hoch, ein unregelmäßiger Lebenswandel nie ein Problem und das, was man dabei so über den eigenen Körper lernt ist schon spannend.

    Freundinnen von mir werden aber langsam pillenmüde und deren Absetzberichte sind auch beeindruckend. Da wird im Nachhinein dann festgestellt, wie viel durch die Hormone eigentlich verändert wurde...

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  17. Ich nehme die Pille seit exakt 10 Jahren (habe kurz nach meinem 18. Geburtstag damit angefangen). Zwischendurch hatte ich eine kurze Phase von zwei Monaten, wo ich sie nicht genommen habe -die Folgen waren stärkere Regelbeschwerden und mein Gesicht sah aus als hätte ich Windpocken. Als ich die Pille nach zwei Monaten wieder nahm, sind beide Phänomene spurlos abgeklungen.

    Da ich nicht vorhabe, gänzlich zölibatär zu leben und auch nicht bis zur Menopause weiter Hormone einwerfen will (das sind noch knapp 20 Jahre), möchte ich mich sobald es geht sterilisieren, bzw. Essure einsetzen lassen. Kinderwunsch ist bei mir ausgeschlossen, ich wollte noch nie welche und z.B. den Gedanken, schwanger zu sein, finde ich persönlich äußerst abstoßend; zudem mag ich Kinder nicht besonders. Ja, ich weiß, dass Sterilisation bei kinderlosen Frauen schwierig zu bekommen ist, aber ich weiß von mehreren Fällen, wo es ging, das lässt hoffen :)

    Vielen Dank für den Tip mit Belgien :) ich wohne knapp zweieinhalb Autostunden von der deutsch-belgischen Grenze entfernt. Bei meiner Reise dorthin werde ich auf jeden Fall daran denken (sobald ich bis dahin noch nicht steril bin. Oder ich bring sie dann meinen Freundinnen mit^^)

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  18. Ups, ich meinte in meinem letzten Satz anstatt sobald *sofern

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  19. Du hast Recht. Es ist eine ungerechte Selbstverständlichkeit geworden.
    Ich bin jetzt 27 Jahre alt und habe bisher noch keine Hormon eingenommen. Irgendwie bin ich immer total gehemmt, wenn ich mir vorstelle, dass durch künstliche Hormone mein Körper beeinflusst wird. Ich habe irgendwie Angst, dadurch ein anderer Mensch zu werden.
    Dabei hätte ich sie sehr dringend nötig. Ich habe immer sehr starke Schmerzen und starke Blutungen am ersten Tag. Auch der Eisprung verläuft meist nicht ohne Schmerzen. Da man mit Pille keinen Eisprung hätte, würde das entfallen. Außerdem leide ich seit ich 13 bin an starker Akne, die einfach nicht besser werden will. Ich nehme daher fruchtschädigende Medikament ein, die die Leber angreifen können und nicht sehr viel bringen. Meine Frauenärztin hat mir die Pille verschrieben und meinte, dass ich wohl zu viel Testosteron bilden würde und die Pille das einzige wäre, was helfen würde. Aber ich bin einfach viel zu gehemmt dafür.
    Die Pillen liegen jetzt quasi in einer Schublade, aber irgendwie kann ich mich noch nicht überwinden. Der natürlich Zyklus fühlt sich einfach richtig an, trotz all der Beschwerden.
    Ich bin wohl das krasse Gegenteil zu "der Durchschnittsfrau", aber ich werde mich garantiert überwinden, Hormone einzunehmen und dann die Erfahrungen zu machen, wie man sich dabei fühlt.
    Wie ich die jungen Mädels darum beneide, was sie für eine reine Haut haben - und sie können Rückenausschnitt und Vorderausschnitt tragen! So normale Dinge, darauf hätte ich echt Lust.

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  20. Du hast Recht. Es ist eine ungerechte Selbstverständlichkeit geworden.
    Ich bin jetzt 27 Jahre alt und habe bisher noch keine Hormon eingenommen. Irgendwie bin ich immer total gehemmt, wenn ich mir vorstelle, dass durch künstliche Hormone mein Körper beeinflusst wird. Ich habe irgendwie Angst, dadurch ein anderer Mensch zu werden.
    Dabei hätte ich sie sehr dringend nötig. Ich habe immer sehr starke Schmerzen und starke Blutungen am ersten Tag. Auch der Eisprung verläuft meist nicht ohne Schmerzen. Da man mit Pille keinen Eisprung hätte, würde das entfallen. Außerdem leide ich seit ich 13 bin an starker Akne, die einfach nicht besser werden will. Ich nehme daher fruchtschädigende Medikament ein, die die Leber angreifen können und nicht sehr viel bringen. Meine Frauenärztin hat mir die Pille verschrieben und meinte, dass ich wohl zu viel Testosteron bilden würde und die Pille das einzige wäre, was helfen würde. Aber ich bin einfach viel zu gehemmt dafür.
    Die Pillen liegen jetzt quasi in einer Schublade, aber irgendwie kann ich mich noch nicht überwinden. Der natürlich Zyklus fühlt sich einfach richtig an, trotz all der Beschwerden.
    Ich bin wohl das krasse Gegenteil zu "der Durchschnittsfrau", aber ich werde mich garantiert überwinden, Hormone einzunehmen und dann die Erfahrungen zu machen, wie man sich dabei fühlt.
    Wie ich die jungen Mädels darum beneide, was sie für eine reine Haut haben - und sie können Rückenausschnitt und Vorderausschnitt tragen! So normale Dinge, darauf hätte ich echt Lust.

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    1. Hallo Sophia,du hast Recht. Die Verschreibung der Pille ist zur automatischen Ungerechtigkeit geworden, die die Verantwortung für Verhütung den Frauen aufhalst. Durch die massenhafte Verschreibung erfolgt letztlich eine Gleichschaltung und ich kann verstehen, dass es dich abstößt da mitzumachen. In einzelnen Fällen kann eine Hormonbehandlung mittels der Pille bei Menstruationsproblemen und bei Hauterkrankungen eine Verbesserung bringen.
      Meine Meinung ist, dass eine erst die freie Wahl hat, wenn sie ihre Optionen kennt. Die Pille auszuprobieren muss nicht unbedingt heißen, dass du dich ein Lebenlang dem Gebot von Pharma und Frauenärztelobby unterwirfst. Probiere aus. Wenn es was bringt, hilf dir damit. Wenn es nichts bringt, hör wieder auf und schmeiß den Rest in die Tonne. Dan brauchst du nicht mehr um deine Schublade zu schleichen, sondern kommst einen Schritt weiter. Damit kannst du immer noch das krasse Gegenteil der Durchschnittsfrau" bleiben. Denn wenn du den Versuch machen solltest, kannst du ihn auf deine Art machen. Vorteile und Nachteile im Blick haben, Veränderungen registrieren usw.. Eben nicht Schlucken und Augen zu. Hilfreich wäre Ein/e Frauenärzt/in deines Vertrauens, die eben nicht denkt, dass du endlich zur Vernunft gekommen bist und die Pille nimmst, sondern als einen Versuch, über dessen Vrlauf du jederzeit selbst bestimmen kannst. Als einen Versuch, der eben nicht wie allgemein üblich bei der Pille den Blick auf andere Alternativen verstellt. Versuch macht klug und frei die, die ihre Optionen kennt und die Wahl hat. Viel Glück und alles Gute.

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  21. Gerade als person mit hormonstörung die eh hormontabletten nehmen muss, wäre es mir total unangenehm noch mehr rumzuexperimentieren.

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  22. Korrekt! Ungerecht! Denn es sind und bleiben Medikamente.

    Sophia, ein anderer Mensch wirst du sicher nicht. Trotzdem muss so eine Einnahme gut überlegt sein.

    Ich habe es mit inzwischen fünf Präparaten versucht, darunter auch östrogenfreie, und es war immer dasselbe: depressive Verstimmungen bis hin zu Depressionen.

    Und die erste habe ich über ein jahr genommen und erst beim Absetzen (aus Geldmangel) bemerkt, dass ich nicht "einfach" depressiv war, sondern dass es an der Pille lag!

    Ein Jahr meines Lebens. Hormonelle Verhütung ist für mich kein Thema mehr. Ist unpraktisch, aber gesund.

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  23. Wow, wie viele Antworten!

    Ich hab ebenfalls mit 16 angefangen, die Pille zu nehmen und habe mein erstes Mal auch nur unter Pillenwirkung erlebt (auch ohne Kondom). Seit Mitte letzten Jahres (ich werde demnächst 22) habe ich angefangen, über diesen Hormonkonsum, diesen massiven Eingriff in meinen Körper nachzudenken und stellte fest: Ich hab da keine Lust mehr drauf. Wozu sollte ich die Pille permanent nehmen, wenn ich nicht regelmäßig Sex habe und auch sie auch schon einmal 14 Monate lang "umsonst" genommen habe?
    Dann die weiteren Auswirkungen der Hormone: Die Fische, die unfruchtbaren Fische!
    Allerdings gab es bei mir auch den wesentlichen Faktor im Hinterkopf, dass ich Kondome nicht besonders mag. Ich fand immer, die reduzieren die vaginale Wahrnehmung des Penisses auf einen Gummidildo.
    Ich stellte diese Entscheidung meinem Sexpartner vor und er befürwortete es: "Da jeden Abend so eine Tablette zu nehmen, die ganzen Hormone.." "Das hieße aber dann, dass wirs mit Kondom machen müssen." "Joa, ist doch kein Ding.". Nach dem Sommerurlaub (Ende August) setzte ich sie ab und habe immer noch keinen regelmäßigen Zyklus. Einmal kam er nach ganzen 60! Tagen, letztes Mal "schon" nach 45 Tagen (glücklicherweise hat meine Gebärmutter da mal kooperiert, denn in diesem Zyklus hatte ich "nur" mit Kondom verhütet).
    Vor der Pille war mein Zyklus bereits regelmäßig und meine Haut war rein.
    Jetzt, nach dem Absetzen, finde ich eigentlich immer eine Stelle im Gesicht, auf der ich herumdrücken kann und mein Zyklus ist, wie oben beschrieben, unregelmäßig. Das nach 5 1/2 Jahren Pille - besten Dank auch.

    NFP traue ich mich nicht, wenngleich ichs wirklich faszinierend finde, aber mitten im Studium schwanger von jemanden zu werden, der noch nicht mal mein Freund ist - nein danke.

    Und jaa, die Lust ist gleich geblieben und der Sex war, trotz Kondom, enorm intensiv. Regelschmerzen habe ich keine (da hilft Masturbieren sowieso am besten). Ich fühle mich nur so frei und selbstbestimmt irgendwie.

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  24. Super, dass du die Pille abgesetzt hast! Ich finde es krass, wie früh frau hierzulande in die Arzt-Medikamenten-Routine gezwungen wird - soweit ich gehört habe, geht das ja vor/ in den Wechseljahren genauso weiter. Ein riesen Geschäft...

    Zum Glück war meine Mum schon immer Anti-Pille und hat mir in der Pubertät den Frauenarzt erspart -tataa, ich lebe trotzdem noch. Dabei war meine Periode bis ich Mitte 20 war immer recht unregelmäßig, aber das muss gar nichts heißen. Ich habe noch selten von pillenfreien Frauen gehört, die den perfekten 28-Tage-Zyklus aus dem Biobuch haben. So what...

    Noch eins: Ich verstehe gar nicht, warum ihr Kondomen gegenüber so skeptisch seid! Uns ist in fast 6 Jahren Beziehung ein einziges Mal eines gerissen, und wer sich bisschen mit NFP und seinem Körper auskennt, kann m.E. das Risiko einer Schwangerschaft einschätzen und sich überlegen, ob di PiDaNa Sinn macht. Alles auf den Pillen-Automatismus zu setzen und meinen Verstand dann an der Garderobe abzugeben, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.

    Und gerade an die Jüngeren hier: Lasst euch nicht von "den anderen" beeinflussen. Es ist ganz allein euer Körper! Man muss es ja auch nicht jedem auf die Nase binden, dass man die Pillen nicht schluckt.

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  25. Spannend. Und eine Frage, vor der ich auch schon mehr als einmal stand. Ich nehme jetzt wohl seit fast 20 Jahren die Pille, seitdem ich 15 bin. Ich kenne meinen Körper besser mit als ohne.

    Aus ähnlichen Gründen wie du habe ich mit Ende 20 mal eine längere Pause eingelegt. Das Ergebnis: Erst einmal passierte lange nichts, ich konnte weiterhin die Uhr nach meiner Periode stellen und auch sonst keine Veränderungen bemerken. Es dauerte bestimmt drei Monate, bis sich das änderte. Dann kam die unreine Haut und - viel schlimmer - die schrecklichen Regelschmerzen zurück, an die ich mich dunkel aus der Pubertät erinnern konnte.

    Trotzdem habe ich noch eine Weile durchgehalten, bis ich einen neuen Partner hatte - auch Schmerzmittel helfen schließlich, es muss nicht die Pille sein. Es war spannend, zu bemerken, wann der Eisprung ist (auch der nicht ganz schmerzfrei und eindeutig jeweils rechts oder links zu verorten), es war nervig, ein bis zwei Tage vor der Periode irgendwie heulig zu sein und tatsächlich veränderte sich meine Libido insofern, dass sie eindeutig vom Zyklus abhing und somit mehr schwankte als sonst - im guten wie im schlechten.

    Alles in allem hat beides für mich Vor- und Nachteile gehabt: Mit Pille bekomme ich meine Periode höchstens alle drei Monate, wenn es mir gerade passt. Keine Schmerzen, gute Haut, weniger schwankende Stimmung. Ohne erlebt man seinen Körper tatsächlich direkter. Und der "hab ich eigentlich schon die Pille genommen?"-Stress entfällt. Dafür kommt "wo sind denn nochmal die Kondome?".

    Jedenfalls nehme ich sie seitdem wieder und mache ab und an mal eine etwas längere Pause, das ist der Kopromiss, der für mich gut funktioniert. Ich glaube, dass muss jede einfach für sich selbst herausfinden, und dafür muss man die Pille einfach zwischendurch mal längere Zeit absetzen. Bin gespannt, wie das "Experiment" bei dir ausgeht!

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  26. Ich bin 30 und habe nur mit 18 für ein Jahr die Pille genommen. Mir hat der Einfluss der Hormone auf meinen Körper nicht gefallen, weshalb ich sie wieder abgesetzt habe. Ich kenne meinen Körper und die normalen Hormnschwankungen innerhalb des Zyklus deshalb mittlerweile sehr gut. Wenn man diesen Zustand hat (oder die Temperaturmethode etc. nutzt) und seine fruchtbaren Tage kennt, dann finde ich (während der fruchtbaren Tage oder wenn man auf Nummer sicher gehen will immer) das Diaphragma eine ganz tolle Verhütungsmethode. Und ich wundere mich sehr, sehr (!), dass niemand von dieser Methode mehr spricht. Sie ist komplett frei von körperlichen Nebenwirkunge (es sei denn man hat Allergie gegen das Gel) und bei richtiger Anwendung ziemlich sicher.
    Bitte schaut euch das mal an!!! Ich verstehe nicht, warum das so gut wie keine Frau benutzt. Ich habe meine Frauenärztin damals drauf angesprochen und sie war zwar überrascht, aber hat sich gefreut über mein Entscheidung.

    http://www.profamilia.de/erwachsene/verhuetung/diaphragma.html

    [Und klar, hier geht es um die Alternative zur Pille, denn Schutz vor Krankheiten, wie das Kondom, bietet das Diaphragma natürlich nicht, aber das tut die Pille ja auch nicht]

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  27. Ja, das Thema "Pille". Ich habe knapp 8 Jahre hormonell verhütet, und ich hatte vieles von dem, was an Nebenwirkungen drin ist; Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen im Körper, im 8. Jahr bekam ich dann Durchblutungsstörungen in den Beinen (Thrombosegefahr). Das war für mich der Grund, die Hormone abzusetzen. Ich habe dann recheriert, welche Alternativen es gibt, und habe mich für Zyklusbeobachtung via NFP entschieden.

    Es war ein völlig neues Gefühl für mich, zu beobachten, wie meine Libido um den wieder möglichen Eisprung plötzlich nach oben schnellte, die Veränderungen meines Gebärmutterhalses, des so genannten Zervixschleims... und das Beeindruckendste war: Ich konnte nach Absetzen der Pille den Mann, den ich mit Pille als Lebensgefährten gewählt hatte, im wahrsten Sinne des Wortes "nicht mehr riechen" und habe mich von ihm getrennt.

    Die Zyklusbeobachtung und entsprechende Auswertung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage ist meiner Meinung nach ein Gewinn für jede Frau, man erkennt gesundheitliche Störungen viel besser (meine Temperaturkurve springt z.B. um 2 Zehntelgrad nach oben, wenn ich Kaffee getrunken habe, ebenfalls habe ich durch zu viel Kaffeekonsum eine verkürzte Hochlage, etc. pp.). Es gibt so viel mehr, anhand dieser Beobachtungen seinen Körper besser verstehen zu können.

    Leider, leider erklären einen die Frauenärzte immer noch für wagemutig, mit NFP zu verhüten. Meine Ärztin hat damals als allererstes einen Röteltiter gemacht, weil sie sicherstellen wollte, dass eine mögliche Schwangerschaft bei mir ohne Komplikationen verlaufen würde. An ein Funktionieren von NFP hat sie gar nicht erst geglaubt :-(

    Dabei betreibe ich diese Art der Verhütung seit 7 Jahren erfolgreich...

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  28. Ich habe angefangen die Pille zu nehmen da war ich 17, fast 18. Meine Frauenärztin hat mich nicht dazu gedrängt, meine Haut war glaube ich ganz okay, ich habe mich selbst dazu entschlossen, weil ich meinen ersten Freund hatte. Warum ich die Pille wollte, weiß ich nicht mehr genau. Über andere Verhütungsmethoden hatte ich mich nicht wirklich informiert. Dachte wohl, dass die Pille für den hormonellen Einstieg ein ganz passabler wäre. Ab da kenne ich meinen Körper auch nur mit Hormonen. Ich habe ein wenig größere Brüste bekommen und meine Tage kamen regelmäßig. Yay! Soweit so gut.
    Ich bin jetzt fast 27, nehme also 9 Jahre die Pille und in der letzten Zeit habe ich mir auch so oft gedacht: Warum auch nicht mal ohne versuchen? Man kennt seinen Körper doch gar nicht ohne, man weiß nicht genau, was man da eigentlich zu sich nimmt und was es mit einem macht. Es gehört heutzutage wohl einfach dazu, dass Frauen, die nicht schwanger werden wollen, die Pille nehmen. Ja ne, is' klar. Gensuao wie dieser ganze Beauty-Kram. Vor ein paar Monaten habe ich auch aufgehört mir den Intimbereich komplett zu rasieren. (Weil man auch nicht mehr weiß, wie es ist dort Haare zu haben und weil es zu einer Norm geworden ist, der jede Frau unterliegt)
    Ich habe einen lieben Freund, der weder etwas gegen Kondome noch gegen Haare im Intimbereich hat. So give it a try! - Pustekuchen. Die letzten Pillen waren genommen, ich bekam meine Tage und dann riss das Kondom (vorher noch nie passiert!). Ich war also genötigt mir nochmal die Pille verschreiben zu lassen, um eine Schwangerschaft auszuschließen.

    Ich habe darüber Rücksprache mit 2 Frauenärzten gehalten, beide fanden meine Idee gut und meinten, 3 Monate Pause wären ganz gut, um zu sehen, wie es mir ohne Pille geht und danach entscheiden, wie ich weiterhin verhüten mag. (Die Kupferspirale hört sich doch ganz nett, wenn auch schmerzhaft, an (: )#

    Ich freue mich auf jeden Fall auch über einen Bericht in ein paar Monaten von dir!

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